Siehe, ich bin der Herrscher der Welt. In meiner Hand ruht das Schicksal Celestrias. Mein Wort teilt die Wasser von den Landen und das Firmament von den Gestirnen. Auf mein Geheiß erheben sich die Berge über das Tal. Mein Wille läßt den Adler mit scharfem Auge über dem Feld kreisen. Ich wehre der Herin der Finsternis, Thyra, daß sie nicht die Welt in Haß und Tyrannei stürze.
Wie ich die Geschicke Celestrias lenke, so lenke auch du das Geschick deines Hauses.
Herrsche weise über jene, über die zu herrschen dir gegeben ist. Neige dich in Demut vor jenen, die über dich herrschen und vertraue ihrer Weisheit.
Übe Gerechtigkeit an allen, die du richten sollst, auf daß dir Gerechtigkeit widerfahre, da du selbst gerichtet wirst.
Schaue mit Wachsamkeit auf die Diener der Finsternis denn sie werden danach trachten, dich und alle die im Lichte wandeln zu verderben.
Laß dich nicht von Haß blenden und herrsche nicht durch Maßlosigkeit und Gewalt.
Siehe, ich bin der Keim der Welt. Aus meinem Schoß wächst das Leben Celestrias. Mein Wort läßt die Pflanzen und Tiere gedeihen und heilt Wunde und Krankheit. Auf mein Geheiß erheben sich die Sonne und der weiße Mond und also senken sie sich wieder. Durch meinen Willen erhebt sich die Welt aus dem Schlaf des Winters und läßt die Früchte des Sommers reifen um durch den Herbststurm wieder im Schlaf zu versinken. Ich wehre dem Rostfürsten, Morgax, auf daß er nicht Krankheit und Verfall in die Welt bringe.
Wie ich die Wälder Celestrias pflege, so pflege auch du deinen Garten.
Säe und ernte und gebe den Bedürftigen von deinen Speisen, auf daß auch du genähret werdest. Wo aber ein wilder Trieb deine Ernte zu verderben droht, schneide ihn heraus.
Laß deinen Schoß reiche Frucht tragen und behüte sie bis sie selbst der Finsternis zu trotzen vermag, wie auch deine Älteren dich erzogen haben.
Suche die Krankheiten und Wunden deiner Nachbarn zu heilen und zu lindern, damit auch dir in der Not geholfen werde. Wo aber ein Leben zu seinem Ende gekommen ist, so trachte nicht danach, den Leichnam wieder zu beleben, sondern bette ihn in die Erde und gib ihm Frieden.
Siehe, ich bin der Zauber der Welt. Aus meinem Geist entsteht die Magie Celestrias. Mein Wort läßt aus Träumen Wahrheit entstehen und mehrt das Wissen derer, die darauf lauschen. Auf mein Geheiß formen die Menschen die Welt mit der Kraft ihrer Wünsche. Mein Wille zwingt die Welt in neue Bahnen. Ich wehre dem dunklen Auge, Bel-Vorax, auf daß er nicht die Menschen mit schwarzer Magie versuche.
Wie ich die Wunder Celestrias wirke, so wirke auch du deine Zauberkunst.
Wirke nur die Zauber, die dem Lichte zum Nutzen gereichen. Dann wird auch auf dich selbst nur die wohlwollende Zauberkunst gewirkt werden.
Wenn du der Welt deinen Willen aufzwingst, so achte darauf, daß dies zu den Zielen führt, die dem Willen meines Vaters Manthus und meiner Mutter Quen und meines Bruders Dorian gemäß sind.
Schaffe nur die Dinge und Wesen, die mit dem, was die Familie des Lichts in Celestria erschaffen hat, im Einklang stehen auf daß auch die Geschöpfe der anderen Zauberkundigen dein Dasein achten mögen.
Mehre dein Wissen über die Schöpfung und lerne was dir nützt. Aber wisse zuerst, daß Wissen ohne Weisheit ein Tor in die Finsternis ist.
Hüte dich vor der dunklen Zauberkunst meines Bruders Bel-Vorax, die nur auf Zerstörung und Leid gerichtet ist, auf daß du nicht selber zerstört werdest.
Siehe, ich bin der Richter der Welt. Mit meinem Arm schwinge ich das Schwert Celestrias. Mein Wort stärkt die Krieger auf dem Felde und gibt ihnen die Kraft, zu siegen. Auf mein Geheiß hält der Freund dem Freunde die Treue. Mein Wille läßt die Tapferen über sich hinauswachsen Ich wehre dem Eidbrecher, Lazerus, daß er nicht die Aufrechten durch Verrat und Täuschung besiege.
Wie ich für die Himmel Celestria streite, so streite auch du für deine Seele.
Wenn man dich ruft, für die gerechte Sache zu streiten, so bringe dein Schwert, auf daß man dir auch im Streite für deine gerechte Sache beistehe.
So du ein Unrecht erkannt hast, zögere nicht, den Schuldigen zu strafen und wo du Unrecht getan hast, erfülle die Sühne, die dein Richter dir auferlegt.
Wenn du in einen Kampf ziehst so schlage dich wacker und weiche nicht. Dann werden auch deine Verbündeten keine Feigheit kennen.
Wenn du einen Schwur geleistet hast, erfülle ihn getreulich, auf daß auch die Schwüre, die man dir schwört, erfüllt werden sollen.